Brigachtal greift nach Medaille

Sportschützen bei deutscher Endrunde. Viertelfinalgegner ist SSG Kevelaer

Luftgewehrschießen, Bundesliga-Endrunde: SSVg Brigachtal - SSG Kevelaer (Samstag, 14,15 Uhr, in Rotenburg an der Fulda). Zum dritten Mal in Folge starten die Brigachtaler Sportschützen bei einer Endrunde um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Nachdem bei der Premiere 2012 das schnelle Aus im Viertelfinale alle Träume beendete, gelang 2013 mit dem Gewinn der Silbermedaille der bisher größte Mannschaftserfolg. Eine Medaille wollen die Brigachtaler erneut.

Als Tabellenvierter der Süd-Gruppe treffen die Brigachtaler im Viertelfinale auf den Nord-Ersten SSG Kevelaer. Das Team von der niederländischen Grenze kassierte in der Vorrunde nur eine Niederlage und hat mit dem Israeli Sergy Rikther einen ausgezeichneten Schützten an Nummer eins. Auffallend ist beim Gegner, dass alle sechs Top-Schützen bisher in den Bundesligawettbewerben immer über 390 Ringe geschossen haben. „Wir dürfen diese Mannschaft auf keinen Fall unterschätzen. Obwohl die Nord-Staffel allgemein als nicht ganz so stark eingeschätzt wird, erreicht man auch da nicht so im Vorbeigehen den ersten Platz. Trotzdem haben wir unsere Chance dieses Viertelfinale zu unseren Gunsten zu entscheiden, was auch unser Ziel ist“, sagt Brigachtals Trainer Alain Guignard, der mit seiner Mannschaft am Freitagvormittag nach Rotenburg an der Fulda reisen wird.

Die Endrunde beginnt am Samstag 9 Uhr mit der Paarung Bund München gegen Post Düsseldorf. Ab 10.45 Uhr stehen sich SV Petersaurach und TuS Hilgert gegenüber. Um 12.30 Uhr kämpfen die HSG München und SB Freiheit um das Halbfinalticket. Die Brigachtaler und Kevelaer bestreiten die letzte Viertelfinalpartie. Um 16 Uhr steht das erste Halbfinale an. Sollten sich die Brigachtaler qualifizieren, würden sie am Samstag (ab 18 Uhr) auf den Sieger der Paarung Petersaurach/Hilgert treffen. Petersaurach scheint leicht favorisiert und ist den Brigachtalern bestens bekannt. Schließlich trafen beide erst am letzten Wettkampftag der Vorrunde aufeinander, wobei sich die Franken dank zwei Erfolgen im Stechen durchsetzten. Am Sonntag ab 9 Uhr wird das kleine Finale um die Bronzemedaille ausgeschossen. Ab 12.45 Uhr wird der deutsche Meister im Finale ermittelt.

Unterdessen hat sich Guignard schon bei der Aufstellung seiner Mannschaft festgelegt. Auf den Positionen eins bis fünf werden Peter Sidi, Eva Friedel, Nathalie Bischof, Markus Sackner und Alexander Effinger an die Stände gehen. Als Ersatz ist Claus Hildebrand dabei. Für Effinger und Sackner wird es der erste Einsatz bei einem Bundesligafinale sein. Sidi und Friedel sind bereits zum dritten Mal dabei, Bischof zum zweiten Mal. „Unser Ziel sollte es sein“, so Guignard, „das Viertelfinale zu gewinnen und in das Halbfinale einzuziehen. Ob wir am Sonntag erneut um den Titel oder um Bronze schießen, ist für mich nicht so entscheidend. Beides wäre wieder ein großer Erfolg. Schließlich glaubten doch viele in der Bundesliga, dass wir uns nach dem Rücktritt von Armin Rothmund und ohne Neuzugang nicht wieder für das Finale qualifizieren würden.“ Als den ganz großen Titelfavoriten bezeichnet Guignard den Bund München, dem sich die Brigachtaler beim Heimwettkampf am 18. Januar mit 1:4 geschlagen geben mussten.

Rund 70 Anhänger werden die Brigachtaler Schützen begleiten und unterstützen. „Die angebotenen Plätze waren in wenigen Stunden ausverkauft. Die Weltspitze im Gewehr- und Pistolenschießen zu sehen lockt die Anhänger an“, sagt Betreuer und Vorstandsmitglied Hans-Joachim Effinger und fügt an: „Mit dem Finaleinzug haben wir das erste Saisonziel erreicht. Nun wollen wir mehr, die Gegner aber auch. Viele Aspekte werden entscheiden, ob eine Medaille machbar ist. Wir werden unsere Sportler nicht unter Druck setzen. Wenn sie abrufen, was sie können, werden wir eine gute Endrunde schießen.“ Titelverteidiger ist die HSG München.

Artikel von Südkurier